binar
early
& contemporary music
theresa
dlouhy - soprano
maja
osojnik - recorders, composition, tapes, electronics
thomas
list - recorders
daniel
lercher - electronics
billy
roisz - video
alfred
reiter - sound engeneering
text
in german
Werke
von Thomas Morley, William Byrd, Gian Maria Tasso, Bernardino Lupacchino
Neue
Kompositionen von Maja Osojnik, Katharina
Klement und Burkhard
Stangl
Im
Mittelpunkt des Programms stehen Duette und Trios des englischen
Meisters Thomas Morley und seinem Lehrer William Byrd, sowie Bizinien
der italienischen Komponisten Bernardino Lupacchino und Gioan Maria
Tasso. Die Musik der Italiener, vor allem ihre Madrigale, gewann in der
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung bei den
Engländern. Sie schätzten ihre Klarheit und Verständlichkeit und
begannen mehr und mehr italienische Stilelemente in die eigene Musik
einfließen zu lassen, was vor allem der Musik Thomas Morleys überaus
großen Erfolg bescherte.
Diese
Musik, die vor mehr als 400 Jahren entstand, ihre Form und Struktur,
ihre Ideen und Motive, ihre Kompositionstechnik und Instrumentierung,
soll als Anregung für drei neue Kompositionen bzw. für die
Videogestaltung dienen. Im Konzert wollen wir die Werke nebeneinander
stellen, sei es, dass sie sich ergänzen, kontrastieren oder einfach nur
befragen.
Der
Titel „Binar“ leitet sich vom so genannten binären Code ab. Aus den
simplen Ziffern 0 (=aus) und 1 (=ein) lässt sich eine äußerst
komplexe digitale Welt erschaffen, die sich aber immer wieder auf diese
elementaren Symbole zurückführen lässt. Was ist ein, was ist aus? Was
ist einfach, was ist kompliziert? Was ist alt, was ist neu? „Binar“
steht für verschiedene Sichtweisen, verschieden Sprachen und
Perspektiven, die sich durch ihr Zusammenspiel und Zusammenwirken
beeinflussen, ja erst dadurch in Wirklichkeit existieren können.

graphic
from video: billy roisz
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